Wer bist du?
Ich bin Franzi. Alles andere wird sich zeigen.

Was bereitet dir Freude?
Textpassagen gelb markieren und immer wieder drauf zurück kommen. Die Natur. Urige Kneipen. Ted Talks. Weinberge. Kino, Käsekuchen und wenn Leute instinktiv wissen, wann sie die Musik lauter oder leiser drehen sollten.

Warum all das?
Erstens finde ich mich manchmal – völlig unabhängig von äußeren Umständen – ganz unterhaltsam und halbwegs patent*. (*Das Wort benutzt mein Vater immer, wenn er Fernsehmoderatorinnen gut findet). Damit ich das nicht vergesse, schreibe ich es auf. Es ist ganz nett, in eher bescheidenen Momenten darauf zurück zu kommen und sagen zu können „Ach. Schau mal da. Im Februar 2016. Da war meine kognitive Leistungsfähigkeit gar nicht so übel, ist ja witzig.“
Und ich bin in vielen Momenten nicht besonders redegewandt. Als introvertierte Person fällt mir das mit dem Schreiben deutlich leichter, da bin ich mehr ich selbst, das sorgt für Ordnung in einem Kopf. Es hilft mir beim Erkennen meiner eigenen Merk-Würdigkeit. Das ist überhaupt ein ziemlich gutes Wort. Und je älter ich werde, desto dankbarer bin ich dafür, dass ich mir überwiegend eigene Gedanken mache und nicht die Meinung irgendeiner anderen Person mit mir herumschleppen muss. Weil, sind wir mal ehrlich, so komisch wie die anderen Personen werde ich wohl niemals werden.

Hast du bei den Bundesjugendspielen früher jemals eine Ehrenurkunde bekommen?
Nein. Und mein Therapeut sagt, es dauert auch noch eine Weile, bis ich das verarbeitet habe.

Kann man irgendwo kleinere Portionen deiner Gedanken konsumieren, Bilder deiner Katze begutachten oder dir sonstwie uneingeschränkte Aufmerksamkeit zuteil werden lassen?
Ja, darüber würde ich mich sogar sehr freuen, obwohl ich mittlerweile mehr Gefallen daran finde, Leute persönlich kennen zu lernen (auch wenn das gelegentlich mit Stottern, Schwitzen, peinlichem Schweigen, Augenrollen und anderen Entgleisungen verbunden ist).

Ihr findet mich hier:
Twitter: ach_franzi 
Instagram: franziseibel 
Facebook: Ach Franzi

Möchtest du noch irgendwas loswerden?
Ja. Dass ich Sprachnachrichten theoretisch hasse. Ein Teil von mir wünscht sich aber trotzdem, regelmäßig Sprachnachrichten zu bekommen, möglichst in Form von selbst gesungenen Liedern. Alles andere ergibt nämlich keinen Sinn. Und ihr solltet alle wissen, dass es ok ist, wenn man am Ende von Büchern oder Filmen zwei Stunden weinen muss, weil der Hund gestorben ist.

9 Comments

  1. Da ich schon immer einmal Nordhessens berühmteste Bloggerin kennen lernen wollte (auch wenn ich, um ehrlich zu sein, bis vor wenigen Minuten gar nicht wusste, dass es in Nordhessen berühmte Bloggerinnen gibt ;-)), freut es mich umso mehr, dass mich der Zufall heute auf deine Seite gespült hat. Als weitaus größeren Zufall betrachte ich aber den Umstand, dass wir auch noch im gleichen Städtchen leben und da ist des doch Ehrensache, dass ich mich nicht einfach wortlos aus dem Staub mache.

    Dein Beitrag über den syrischen Asylsuchenden hat mich sehr beeindruckt, denn einige deiner Gedanken hätten auch meine eigenen sein können. Vielen Dank dafür – vor allem für deine Offenheit und deinen Mut unter deinem realen Namen zu bloggen.

  2. Eine Frankenbergerin! Ich freu mich ja immer ein bisschen, wenn ich das Gefühl habe, hier in der Provinz nicht die einzige zu sein, die bloggt oder twittert oder wie auch immer. Vor sieben, acht Jahren war das noch seltener. Da war ich tatsächlich Nordhessens berühmteste Bloggerin, das ist ja auch irgendwie nicht soooo schwer, wenn sich das sonst keiner traut.

    Danke für deine lieben Worte zu meinem Beitrag.

  3. Moin,
    und nachdem ich jetzt locker schon 10x hin und wieder weg geklickt habe, drängt es mich doch, wenigstens kurz Hallo zu sagen.
    Ich habe Ihr Blog grade erst durch Zufall (Hinweis von Herrn Wortmischer) gefunden, kann unter den Internetbeitrag nur ganz viele „Ja, genau so sehe ich es auch“-Ausrufezeichen setzen, habe dann auch alle anderen Beiträge gelesen und mich dabei immer mehr gefreut, Ihr Blog tatsächlich gefunden zu haben. Ich glaube, ich stehe auf den „gutbürgerlichen Blickwinkel“, weil ich mich da wunderbar wiederfinde. Gleichzeitig mag ich Ihre Themen (soweit bisher welche da sind) und Ihre Schreibe und wünsche mir jetzt noch einen RSS-Feed, damit ich nichts verpasse.
    Es mag sein, dass sich der eigene Blick genau auf die Dinge lenkt, die für einen selber grade wieder neu und besonders sind, immer wenn ich schwanger war hatte ich zB das Gefühl, dass um mich herum plötzlich alle Leute dicke Bäuche haben und jetzt habe ich selber nach fast acht Jahren Abstinenz wieder das Bloggen angefangen und entdecke hauptsächlich Blogs von Wiedereinsteigern. Ist das grade eine Bewegung oder nur meine subjektive Wahrnehmung? – Egal, ich finde es spannend zu Beobachten, wie es weitergeht und vielleicht entwickelt sich ja auch wieder eine Kommentarkultur, wünschen würde ich es mir.

  4. Hallo liebe Anje, schön dass du mich hier kurz besucht hast und wiederkommen möchtest. Ich glaub, das mit dem Wiedereinstieg vieler Blogger ist tatsächlich so. Wiedereinstieg oder inhaltliche Verschiebung, ein bisschen weg von oberflächlichen Themen. Jedenfalls hab ich auch diesen Eindruck. Und ich find das ziemlich gut. Vor allem würde ich mir wünschen, dass es mehr Leute aus dem ländlichen Raum gibt, die bloggen. Ich meine, die gibt es schon, aber irgendwie hat man die nicht so auf dem Schirm, dabei finde ich das gerade interessant, wie Leute außerhalb der deutschen Großstädte so ihr Leben gestalten, wie sie denken, was bei ihnen so los ist u.s.w. Vielleicht tut sich da in Zukunft noch was.

    Ich glaub, das Facebook-Like hat die Kommentarkultur ein bisschen ruiniert. Wäre schön, wenn das wieder mehr werden würde. Schauen wir mal, wie das alles in zwei, drei, fünf Jahren ausschaut.

  5. Hallo.

    Ich „kenne“ dich noch aus Pasty Jones Zeiten und ich erinnere mich sogar auch noch an die myblog zentrale.
    Das ist fast 10 Jahre her. Aufmerksam geworden durch das „schleerfer spaßforum“ das ist, oh wunder, genauso lange her.
    Wie schön, dass es nun diesen Blog (wieder) gibt. Applaus, Applaus!
    Und so wie sich das gehört, im heutigen digitalen Zeitalter, werde ich diesen auch bei Facebook „liken“ und Dir auch vielleicht auf intagram folgen. ;))
    Grüße aus dem wunderschönem Niemandsland Vogelsberg.

    1. Hallo Stephi, wie super ist das denn?! Ich erinner mich nämlich auch noch gut daran. Ich glaub sogar, ich bin damals erst auf myblog aufmerksam geworden, weil irgendein anderer Blog bei euch auf der Seite verlinkt war. Gruß zurück aus dem hessisch-sibirischen Niemandsland 🙂

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